Artikel
10 häufige Fehler im E-Shop, die Sie Kunden kosten (und machen Sie diese auch?)
Fragen Sie sich, warum Ihre Conversions nicht steigen? Vielleicht machen Sie einen dieser 10 häufigen Fehler, die Kunden abschrecken. Lassen Sie uns diese aufdecken und beheben.
Veröffentlicht am: 12.7.2026 • Verfasst von: Team Launify Lesezeit: 15 min
10 häufigste Fehler im E-Shop, die Sie Kunden kosten (und machen Sie diese auch?)
Betreiben Sie einen E-Shop und zerbrechen sich den Kopf darüber, warum Kunden ihren Warenkorb abbrechen, nicht zurückkehren und die Conversions nicht so steigen, wie Sie es sich wünschen? Oft liegt es nicht an hohen Preisen oder einem schlechten Produkt. Die Ursache kann in kleinen, aber entscheidenden Fehlern liegen, die sich heimlich auf Ihre Website eingeschlichen haben. Werfen wir einen Blick auf die 10 häufigsten Fehler, die Sie vielleicht unbewusst selbst machen.
1. Ein zu komplizierter und langwieriger Checkout
Herzlichen Grückwunsch, Sie haben den Kunden bis zum Warenkorb gebracht! Jetzt gilt es, ihn nicht zu verlieren. Genau hier, kurz vor dem Ziel, brechen die meisten ab. Warum? Wegen eines endlosen Bestellprozesses.
Registrierungszwang, dutzende Pflichtfelder, unklare Schritte... All das ist der direkte Weg zum abgebrochenen Warenkorb.
Der Kunde möchte schnell und reibungslos einkaufen. Jedes zusätzliche Feld ist ein Hindernis. Tippfehler in der Adresse führen zu Lieferproblemen und Unzufriedenheit auf beiden Seiten.
Lösung: Vereinfachen Sie alles, was möglich ist. Bieten Sie eine Bestellung als Gast an. Und vor allem – automatisieren Sie das Ausfüllen. Tools wie eine Autovervollständigung für Lieferadressen sparen dem Kunden Zeit, eliminieren Fehler und machen den gesamten Prozess unglaublich angenehm. Für B2B-Kunden ist wiederum eine Autovervollständigung für Firmendaten nach USt-IdNr. oder Registernummer unschätzbar wertvoll, da sie automatisch alle Rechnungsdaten ausfüllt.
2. Ignorieren von mobilen Nutzern
Wissen Sie, wie viele Menschen über das Smartphone einkaufen? Sehr viele. Und jeden Tag werden es mehr. Wenn Ihr E-Shop nicht responsiv ist oder seine mobile Version langsam und unübersichtlich ist, entgeht Ihnen ein riesiger Marktanteil. Haben Sie schon einmal versucht, selbst über Ihr Handy in Ihrem Shop einzukaufen? Wenn das eine frustrierende Erfahrung ist, haben Sie ein Problem.
Lösung: Die Priorität Nummer eins muss der "Mobile-First"-Ansatz sein. Die Website muss schnell sein, die Buttons groß genug für Touch-Bedienung, und der gesamte Prozess von der Auswahl bis zur Zahlung muss auf dem kleinen Bildschirm reibungslos funktionieren.
3. Minderwertige Produktfotos und fehlende Beschreibungen
Im Ladengeschäft kann der Kunde ein Produkt anfassen, umdrehen, ausprobieren. Online stehen ihm nur Fotos und Text zur Verfügung. Verschwommene, kleine und dunkle Bilder überzeugen niemanden. Ebenso wenig eine knappe, vom Hersteller kopierte Beschreibung.
Lösung: Investieren Sie in professionelle Fotos aus verschiedenen Blickwinkeln. Zeigen Sie das Produkt im Kontext, fügen Sie ein Video hinzu. Schreiben Sie originelle, ansprechende und überzeugende Beschreibungen, die alle potenziellen Fragen des Kunden beantworten. Erwähnen Sie Material, Maße, Verwendungszweck und Vorteile.
4. Unübersichtliche Navigation und schlechte Suchfunktion
„Wenn ich es nicht in wenigen Sekunden finde, gehe ich woanders hin.“ Das ist das Motto des heutigen Online-Kunden. Wenn die Struktur Ihrer Website chaotisch ist, die Kategorien unlogisch benannt sind und die interne Suchmaschine irrelevante Ergebnisse (oder gar nichts) liefert, gibt der Kunde schnell auf.
Lösung: Erstellen Sie eine logische und intuitive Menüstruktur. Verwenden Sie Filter und Sortierungen, die sinnvoll sind. Optimieren Sie die Suche so, dass sie auch mit Tippfehlern umgehen kann und relevante Alternativen anbietet.
5. Versteckte Kosten am Ende des Bestellvorgangs
Der wohl größte Conversion-Killer überhaupt. Der Kunde hat Ware im Wert von 50 € im Warenkorb, geht zufrieden durch den Bestellprozess und im letzten Schritt tauchen plötzlich Versandkosten von 6 € und Verpackungskosten von 2 € auf. Ein Gefühl des Betrugs und der sofortige Abbruch sind die häufige Reaktion.
Lösung: Seien Sie von Anfang an transparent. Informieren Sie so früh wie möglich über die Versandkosten, idealerweise direkt auf der Produktseite oder im Header der Website. Bieten Sie ab einem bestimmten Bestellwert versandkostenfreie Lieferung an – das ist ein hervorragender Motivator für höhere Umsätze.
6. Registrierungszwang vor dem Kauf
Verständlich, Sie möchten Daten sammeln und eine Kundendatenbank aufbauen. Aber jemanden dazu zu zwingen, ein Konto zu erstellen, sich ein weiteres Passwort zu merken und unnötige Daten auszufüllen, nur um einmal einzukaufen, ist kontraproduktiv. Das schreckt viele Menschen ab.
Lösung: Bieten Sie immer die Möglichkeit einer Bestellung als „Gast“ an. Die Option zur Registrierung können Sie nach Abschluss der Bestellung anbieten, mit dem Hinweis, dass dies den nächsten Einkauf erleichtert.
7. Schlechte Kommunikation mit dem Kunden
Der Kunde hat bezahlt und... Stille. Keine Bestätigungs-E-Mail, keine Versandinformationen, keine Sendungsverfolgungsnummer. Unsicherheit erzeugt Unzufriedenheit. Ebenso ist es ein Problem, wenn Sie den Kunden nicht erreichen können, weil er eine falsche Telefonnummer angegeben hat.
Lösung: Automatisieren Sie die Kommunikation. Senden Sie eine Bestellbestätigung per E-Mail, gefolgt von einer Versandbestätigung mit Sendungsnummer. Um Probleme mit Kontaktdaten zu vermeiden, nutzen Sie einen Telefonnummern-Validierer direkt im Formular. So stellen Sie sicher, dass die eingegebene Nummer im richtigen Format und echt ist. Dadurch vermeiden Sie unnötige Probleme bei der Zustellung.
8. Unzureichende Informationen zu Versand und Zahlung
Kunden möchten wissen, welche Optionen sie haben, noch bevor sie den Artikel in den Warenkorb legen. Wer liefert das Paket? Wann? Können sie mit Karte, per Überweisung oder per Nachnahme bezahlen? Wenn sie mühsam nach diesen Informationen suchen müssen, sinkt ihr Vertrauen in Ihren E-Shop.
Lösung: Erstellen Sie eine übersichtliche Seite „Versand und Zahlung“ und verlinken Sie diese im Footer sowie auf den Produktseiten. Erwägen Sie, das voraussichtliche Lieferdatum direkt am Produkt anzuzeigen.
9. Langsame Ladezeiten der Website
In der digitalen Welt entscheiden Sekunden. Wenn Ihre Website länger als 3-4 Sekunden zum Laden benötigt, verlieren Sie einen erheblichen Teil potenzieller Kunden. Niemand hat die Zeit oder die Geduld zu warten.
Lösung: Optimieren Sie Bilder (komprimieren Sie diese), nutzen Sie Caching, wählen Sie ein hochwertiges Hosting und minimieren Sie unnötige Skripte. Sie können die Geschwindigkeit Ihrer Website mit kostenlos verfügbaren Tools wie Google PageSpeed Insights testen.
10. Unterschätzung der Macht von Bewertungen und Social Proof
Menschen vertrauen anderen Menschen mehr als der Werbung. Wenn in Ihrem E-Shop Produktbewertungen oder Erfahrungsberichte anderer Kunden fehlen, wirken Sie weniger vertrauenswürdig. Der Kunde ist sich unsicher, ob das Produkt von guter Qualität und Ihr Shop zuverlässig ist.
Lösung: Sammeln Sie aktiv Bewertungen. Senden Sie Kunden einige Tage nach der Lieferung eine automatische E-Mail mit der Bitte um eine Bewertung. Zeigen Sie die Bewertungen gut sichtbar auf den Produktseiten an. Auch Zertifikate oder Referenzen stärken das Vertrauen.
Fazit
Vielleicht haben Sie sich in dem einen oder anderen Punkt wiedererkannt. Das ist gut so! Der erste Schritt zur Besserung ist die Erkenntnis des Fehlers. Betrachten Sie Ihren E-Shop mit den Augen eines Kunden und seien Sie schonungslos ehrlich zu sich selbst. Oft können selbst kleine Änderungen, wie die Vereinfachung von Formularen durch intelligente Autovervollständigungen, einen riesigen Einfluss auf Ihren Erfolg haben. Viel Erfolg!